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Hugo Eberhardt (* 2. Mai 1874 in Furtwangen; † 8. April 1959) war ein deutscher Architekt.


Leben Bearbeiten

HfG Schloßstraße.JPG

Detail am Gebäude der HfG Offenbach

Heynefabrik1.jpg

Verwaltungsgebäude der Heyne-Fabrik in Offenbach

HfG Seiteneingang.JPG

Seiteneingang der HfG Offenbach

Seine gestalterische Tätigkeit begann er als Innenausstatter von Schiffen des Norddeutschen Lloyd. 1903 leitete er im Auftrag des Württembergischen Kultusministeriums Ausgrabungen am Asklepieion auf Kos. 1904 wurde er Stadtbauinspektor in Frankfurt.

1907 Leiter der Technischen Lehranstalten Offenbach (heute Hochschule für Gestaltung). 1917 gründete er das Deutsches Ledermuseum.

In Offenbach am Main baute Eberhardt hauptsächlich Villen sowie einige größere Gebäude: Das Verwaltungsgebäude der Heyne Fabrik, die Verwaltung der Allgemeinen Ortskrankenkasse und das Gebäude der heutigen Hochschule für Gestaltung.

Eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit dem Forscher Sven Hedin und dem Offenbacher Juristen und Kunstsammler Siegfried Guggenheim. Der spätere Bundespräsident und Mitglied des Deutschen Werkbundes Theodor Heuss lobte seinen Reichtum an Gestaltung, Sachlichkeit und seinen Sinn für zweckmäßige Materialauswahl.


EhrungenBearbeiten

  • 1953 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Offenbach am Main ernannt.
  • 1954 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
  • In Offenbacher Stadtteil Lauterborn wurde eine Straße nach ihm als Hugo-Eberhardt-Weg benannt.


BautenBearbeiten

  • 1904: Landhaus Hägele bei Geislingen
  • 1905: Villa Pielenz in Heilbronn
  • 1908: Schillerschule in Frankfurt (Main)
  • 1909–1910: Landhaus für den Fabrikanten Hardt in Wefelsen (Rhld.)
  • 1910: Gymnasium in Eschwege
  • Mai 1910: Landhaus „Adolfshütte“ für Theodor Heuss
  • um 1910: Landhaus in Dillenburg
  • 1910–1912: neues Hauptgebäude der Technischen Lehranstalten (heute HfG) in Offenbach (Main)
  • 1911 (1913?): Mausoleum der Familie Heinrich Krumm in Offenbach (Main), Alter Friedhof
  • 1914: Verkehrshalle auf der Deutschen Werkbund-Ausstellung in Köln
  • vor 1915: Landhaus für Prof. Dr. W. in Wiesbaden
  • Verwaltungsgebäude der Firma Heyne in Offenbach (Main)
  • Verwaltungsgebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Offenbach (Main), Waldstraße


LiteraturBearbeiten

  • Erich Haenel, Heinrich Tscharmann: Die Wohnung der Neuzeit. (Beitrag über das Werk von Hugo Eberhardt) J. J. Weber, 1908
  • Moderne Bauformen. Monatshefte für Architektur. 7. Jahrgang 1908, Heft 12 (Schwerpunktthema: Hugo Eberhardt)
  • Deutsche Kunst und Dekoration herausgegeben von Alexander Koch, Heft 36/1915 April-September (Schwerpunktthema: Hugo Eberhardt)
  • Richard Gebhardt, Hugo Eberhardt: Kleine Wohnhäuser. Arbeiterhäuser und Villen. Otto Maier, 1915
  • Hugo Eberhardt (?): Architektonische Arbeiten (von Hugo Eberhardt), 1918
  • Deutscher Werkbund (Hrsg.): Das Haus der Freundschaft in Konstantinopel. o.O., 1918. (darin auch Wettbewerbsbeitrag von Hugo Eberhardt)
  • Rudolf Koch: Hugo Eberhardt fünfundzwanzig Jahre in Offenbach am Main. o.O., 1932.
  • Vom Handwerk zur Kunst. Die Geschichte der HfG Offenbach. Offenbach, 1984.
  • Hugo Eberhardt: Zum Zusammenbruch der Wiener Werkstätten. - in: Berliner Tageblatt (unbekannte Ausgabe)


WeblinksBearbeiten


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