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Isenburger Schloss 3-2099


Das Isenburger Schloss ist ein Renaissance-Schloss in Offenbach am Main in der Mainstraße, Ecke Schloßstraße und Ludo-Mayer-Straße. Das mittelalterliche Grafengeschlecht Isenburg ließ es im 16. Jahrhundert errichten.

Unter Kunsthistorikern gilt das Isenburger Schloss als bemerkenswertes Renaissanceobjekt. Dies wird durch die unterschiedlich gestalteten Fassaden an der Nord- und Südseite des Schlosses deutlich. Die Südseite zur Stadt hin zeigt sich als aufgelockerte Renaissancefassade mit Bogengängen zwischen zwei Treppentürmen, während die dem Main zugewandte Nordseite eine wehrhafte Fassade aus Teilen der älteren Bausubstanz zeigt.

Geplant war das Schloss einstmals als Vierflügelschloss. Dieses Bauvorhaben wurde aber nie umgesetzt.


Geschichte Bearbeiten

Landgraf Johann Isenburg

Als Vorläufer soll die von dem Falkensteiner Grafen Werner III. 1394 gebaute Wasserburg gelten. 1559 wurde das Isenburger Schloss fertiggestellt. Es brannte kurz nach der Fertigstellung 1564 wieder nieder. Dem darauf folgenden Wiederaufbau sind die bis heute erhaltenen Galerien auf der Südseite des Schlosses zu verdanken. Im Schloss tagten mehrmals geschichtlich bedeutende Kongresse, beispielsweise 1741 zur Reform der Reichsverfassung.

Auch im Dreißigjährigen Krieg spielte das Isenburger Schloss in Bezug auf die Nachbarstadt Frankfurt eine Rolle. Hier residierte der König Gustav II. Adolf von Schweden und versuchte, die Frankfurter Ratsherren zur Aufgabe der Stadt zu bewegen.

Im Jahr 1900 fiel das Schloss aus dem Privatbesitz in den Besitz des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Zu Ende des Zweiten Weltkriegs war das Schloss schwer beschädigt. Der Wiederaufbau, finanziert durch das Land Hessen, dauerte bis in die 1950er Jahre. 1977 wurde das Schloss in einem orangerot gestrichen. Um 2000 wurde das Schloss innen saniert, ab 2007 fand eine Sanierung der Fassade statt, die kürzlich abgeschlossen worden ist.

Heutige Nutzung Bearbeiten

Das Isenburger Schloss ist heute Bestandteil des Campus der Hochschule für Gestaltung. Hier sind die Bereiche Malerei und Fotografie sowie der Computer-Arbeitsraum untergebracht. Das Erdgeschoss wird für Veranstaltungen freigehalten.


Weblinks Bearbeiten


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